SOUND

Klang erleben: Virtueller Ausstellungsrundgang

Raum 5: Wood

»Was sollen wir mit diesem Raum machen?« hatten wir uns gefragt. Es knarzt in den Ohren. Kein Wunder, ein uralter Dielenboden, das Holz durchgelaufen, im Laufe der Zeit eingetrocknet und nun von jedem Schritt verändert: Das Holz stöhnt und seufzt – aber es macht auch Musik, ist das Fundament für den Rhythmus, der mit jedem Fußwippen durch den Körper geht. Das Holz ist das Kunstwerk und der Läufer über das Holz der Künstler. Jeder einzelne Besucher der Ausstellung »Sound – Klang erleben« im Kunstlanding tritt als solcher als ein Künstler auf – er kann gar nicht anders: In dem Moment, in dem er den Raum mit den vier über dem Holzboden schwebenden Mikrofonen betritt, beginnt er Klang zu gestalten. Holz hören und spielen. Der vorhandene Dielenboden wird zu einer begehbaren Klaviatur der Geräusche. Die erzeugten Schallwellen lösen Prozesse aus und werden in transformierter Form wieder hörbar.
Eckhard Kuchenbecker und Lasse-Marc Riek präsentieren seit nun mehr 8 Jahren über das Jahr verteilt KünstlerInnen, Podiumsgäste und ein abwechslungsreiches Hör-Programm zum Thema Geräusch und Ansätze künstlerischer Umsetzung. Ihre Veranstaltungsreiche Hörsaal lädt zum Hören akustischer Konzepte durch konzertante Aufführungen und zu Vorträgen mit internationalen Gästen ein. Seit 2012 arbeiten Kuchenbecker und Riek mit vielen verschiedenen Kooperationspartnern zusammen: Filmtheater Casino, Kornhäuschen, Haltestelle, Dialogmuseum, Gruenrekorder, Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V., Blindeninstitutsstiftung Würzburg, Radio Klangbrett, BüroKa Werbeagentur, Stadttheater Aschaffenburg, Bernhard Hench, Konrad Franz, Expresión Corporal, Bildungsbüro und Kulturamt der Stadt Aschaffenburg.

 

WOOD – KLINGENDES HOLZ
RaumKlangInstallation von Eckhard Kuchenbecker und Lasse-Marc Riek

Holz hören und spielen. Wie Holz klingt, summt, knackt und schallt kann in der partizipativen Klanginstallation beider Kuratoren mit den eigenen Ohren und Füssen erforscht werden. Was ist der charakteristische Klang eines Ortes? Mittels der im Raum verteilten Tonabnehmer wird der Raum über mobile Kopfhörer für die HörerInnen in Echtzeit mikrofoniert und liefert gleichzeitig Klangmaterial für eine Klanglandschaft, die zum einen durch bewusste Bewegungen der BesucherInnen den Raumklang gestaltet und zum anderen dem Element „Holz“ mit einem akustischen Portrait ein Wesen verleiht. Der Raum beginnt durch die Bewegungen der Besucher zu klingen. Der vorhandene Dielenboden wird zu einer begehbaren Tastatur. Erzeugte Schallwellen lösen Prozesse aus und werden dann in transformierter Form wieder hörbar. Unterschiedliche Positionen im Raum erzeugen variierende Klangantworten. Der Besucher ist Teil des Raumklanges.